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DarkButterfly

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Leben...



Leben...Was ist das? Für die einen gibt es das nicht wirklich, für andere ist es wunderschön! Einfach wegschmeißen, fliehen vor seinen Problemen, ist das eine Lösung? Was wäre sonst eine?
„These wounds won't seem to heal
This pain is just too real
There's just too much that time cannot erase“

Aber sein Leben zu geben, nur für ein glückliches Leben nach dem Tod, ist es das, was einem hilft? Was einen rettet, wieder Hoffnung gibt?
Nur diejenigen, die diesen Weg gegangen sind, wissen es. Aber sie können es uns nicht erzählen!
Will man ihnen folgen? Ist es nicht besser, sich seinen Problemen zu stellen?
Für mich ist es nun schon fast unerträglich! Wenn ich in der Schule alleine auf dem Pausenhof stehe und Leute über mich lachen, wünschte ich mir, ich wäre dort, wo die sind, die auf ein Leben nach dem Tod gehofft haben!

Diese Gedanken sind für mich nun schon tägliche Routine! Heute geht es mir mal wieder besonders beschissen! Ich halte das Messer, wie so oft vorher, schon in der Hand. Heute will ich es wagen!
Ich habe mich heute mit meinem einzigen Freund, auf den ich immer gebaut habe, gezofft! Er wollte Geld von mir haben, um sich Zeug zu besorgen!
Ich habe es ihm nicht gegeben, selbst wenn ich es gehabt hätte würde er für Drogen von mir keins bekommen! Er ist total ausgerastet, wir haben uns geprügelt. Irgendwoher hat er dann doch was bekommen und hat sich auf das Klo zurück gezogen. Danach habe ich ihn nicht mehr gesehen.
Jetzt sitze ich hier in meinem Zimmer, es regnet. Meine Eltern streiten gerade wieder, ich höre wie sie sich anbrüllen... Als ich noch ein kleines Kind gewesen war, habe ich mich da einfach ins Bett gelegt und die Decke über den Kopf gezogen. Dann habe ich geweint. Jetzt kann ich nicht mehr weinen.
Ein Glas oder etwas ähnliches fällt unter mir auf den Boden und zerbricht, dann knallt eine Tür. Ich verdrehe einfach nur die Augen.
„More lies about a world,
that never was and never will be.“

Wenn ich zum Essen komme, werden meine Eltern so tun, als wäre nichts gewesen. Vielleicht liegt mein Vater dann wieder auf der Couch und schüttet Liter von Alkohol in sich rein... Daran werde ich sehen, dass meine Mutter wieder gedroht hat, sich scheiden zu lassen. Es ist schon dunkel und durch das offene Fenster kommt kalter Wind herein. Ich setzte mich auf die Fensterbank und beobachte die Sterne.
Selbst sie verglühen irgendwann. Aber kommen sie wieder?
Werde ich wiederkommen, wenn ich dieses Leben nicht mehr lebe? Mit meiner Hand umklammer ich immer noch das Messer.
Das Telefon klingelt, aber keiner geht dran! Ob es mein Kumpel ist?
Leicht drücke ich die Messerspitze in meinen Daumen. Eine kleine Delle bleibt zurück, aber es blutet nicht.
Mein Blick fällt auf das Foto auf meinem Schreibtisch. Da war ich 6, meine Famillie und ich haben ein Picknick gemacht. Auf dem Bild lächle ich noch.
Ich stehe zwischen meinem Vater und meiner Mutter, die sich umarmen.
Meine Tante hat meine kleine Schwester auf dem Arm.
Vivien hieß sie. Sie ist gestorben, noch bevor sie ein Jahr alt war...
Immer noch mit dem Messer in der Hand gehe ich langsam die Treppe runter.
Meine Eltern werden mich nicht fragen, was ich damit machen will.
Meine Mutter sitzt in der Küche und trinkt einen Tee. Im Flur liegt auf einer Kommode eine Mahnung, wegen unbezahlter Stromrechnung.
Vielleicht haben sie sich deshalb gezofft.
Ich nehme mir ein Brot und gehe wieder in mein Zimmer. Lange betrachte ich es. Ob es meine letzte Nahrung sein wird?
„You won't cry for my absence, I know-
You forgot me long ago.
Am I that unimportant...?
Am I that insignificant...?“

Wer würde schon traurig sein, wenn ich nicht mehr da bin?
Mein Kumpel hat seine Drogen. Er hat genug andere Freunde.
Meine Eltern würden weinen, aber sie haben andere Probleme die wichtig sind... Das Messer rutscht mir aus der Hand. Ich hebe es wieder auf. Mir ist kalt und ich mache das Fenster zu.
Wieder höre ich das klingen des Telefons, aber ich ignoriere es einfach.
Ich krempel meinen Ärmel hoch. Die vielen von mir selbst zugefügten Narben werden sichtbar. Eine Stelle an meinem Arm ist noch frei, am Handgelenk.
Heute werde ich mich trauen, eine weitere Narbe hinzuzufügen, die eine Geschichte des Todes erzählt. Ich möchte meinen Eltern noch einen letzen Abschiedbrief schreiben. Den Rest werden sie in meinem Tagebuch lesen können, das ich auf meinem Schreibtisch liegen habe.
Meine Hand zittert, während ich schreibe.
„Bound at every limb by my shackles of fear,
Sealed with lies through so many tears,
Lost from within, pursuing the end.
I fight for the chance to be lied to again.

But throug my tears breaks a blinding light,
birthing a dawn to this endless night.
Arms outstretched, awaiting me.
An open embrace up on a bleeding tree“


Dann durschneidet das Messer mit einem Ruck die letzte Möglichkeit zu leben.



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